Referenz: Palast der Republik

Gefahrstoffermittlung und –bewertung, Planung zur Asbestsanierung

Baumaßnahme: Asbestsanierung des ehemaligen Palast der Republik
Nutzung: Bis 1990 wurde ca. 1/3 als Sitzungs- und Tagungsstätte Volkskammer der DDR; ca. 2/3 als kulturelles Veranstaltungszentrum benutzt.
Bauzeit: 1998 - 2004
Sanierungskosten: ca. 75 Mio. EUR
Palast der Republik

Leistungen der DEGAS-ATD GmbH

  • Auftragserteilung zur Erstellung eines Asbestgutachtens auf Basis bundesdeutscher Rechtsvorschriften
  • AG: Regierung der DDR
  • Erhebung und Bewertung von Fundstellen in ca. 1.400 Räumen; Übergabe des Asbestgutachtens und zugehöriger Sanierungsempfehlung an Sachverständigenkommission der ehemaligen DDR
  • Mitarbeit in den Expertenkommissionen zur Sanierung des Palast der Republik
  • Ingenieurgruppe Tepasse erhält nach europaweitem offenen Vergabeverfahren den Zuschlag für die Generalplanung der Asbestsanierung (HOAI Lph. 2-4 + 6)
  • Erstellung Vorentwurfsplanung und der KVM - Bau
  • Erstellung funktionaler Ausschreibung

Mit Übernahme des Gutachterauftrages im Mai 1990 erfolgte zunächst eine detaillierte Auswertung der zur Verfügung stehenden Bestandsunterlagen wie Bauzeichnungen, Baubeschreibungen, Bautagebücher, Erläuterungsberichte zu technischen Anlagen und Einrichtungen, Unterlagen zum vorhandenen konstruktiven Brand-, Schall- und Wärmeschutz.

1995 begann unter der Leitung der DEGAS-ATD GmbH die Planung der Asbestsanierung. Das Ingenieurteam, bestehend aus Fachingenieuren der Bereiche technische Gebäudeausrüstung, Tragwerksplanung und Umwelt- und Gefahrstoffmanagement, hatte die Aufgabe, die Sanierung für 2 Varianten zu untersuchen bzw. zu planen:

  1. Variante A - Asbestsanierung bei Erhalt des Rohbaus
  2. Variante B - Asbestsanierung bei gleichzeitigem Abbruch des Gebäudes

Weiterhin wurde die Maßnahme auch logistisch konzipiert, einschließlich der Planung und Kostenberechnung für die Auslagerung des vorhandenen Inventars (HU-Bau Teil A).